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ReaKT

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Resiliente energieangepasste Konzepte und Technologien für die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden

Teilvorhaben siz: Auswirkungen u. Veränderungen bzgl. Wärme- und Kältequellen u. baulicher Energiestandard sowie Ausarbeitung zukünftiger Versorgungskonzepte; Anpassungsbedarfsermittlung Regelwerke.

Projektbeschreibung

Die Energiewende und der Klimawandel stellen bestehende technische Normen und Auslegungsansätze im Gebäudesektor zunehmend infrage. Viele Regelwerke basieren auf historischen Randbedingungen, wie fossilen Energiesystemen, veralteten Klimadaten oder überholten Nutzerprofilen, und bilden zukünftige Anforderungen nur unzureichend ab. Steigende Temperaturen, zunehmende Extremwetterereignisse, energetische Sanierungen im Gebäudebestand sowie sozio-kulturelle Entwicklungen wie Homeoffice oder demografischer Wandel verändern den Wärme- und Kältebedarf sowie die Betriebsbedingungen technischer Anlagen grundlegend. Da Versorgungssysteme Lebensdauern von mehreren Jahrzehnten aufweisen, ist eine Überprüfung ihrer Zukunftsfähigkeit erforderlich.

ReaKT analysiert systematisch die Auswirkungen veränderter klimatischer, technischer und sozio-kultureller Randbedingungen auf den Wärme- und Kältebedarf von Gebäuden und bewertet die Resilienz und Effizienz bestehender Versorgungskonzepte. Ziel ist die Ableitung belastbarer Randbedingungen und Handlungsempfehlungen zur Anpassung technischer Normen, Richtlinien und Planungsansätze.

Kerninhalte des Projekts sind:

- Überprüfung bestehender Auslegungsrichtlinien und Normen,

- Analyse klimatischer und sozio-kultureller Einflussfaktoren,

- Bewertung ihrer Auswirkungen auf Energiequellen, Umwelt und Gebäudebestand,

- Entwicklung regional differenzierter Versorgungskonzepte und Handlungskarten sowie

- Umsetzung der Ergebnisse in einer Web-GIS-Anwendung.

Ziel ist die Anpassung technischer Normen an zukünftige Rahmenbedingungen und die Unterstützung von Planung, Ausführung und Normung bei der Dimensionierung nachhaltiger und resilienter Energieversorgungssysteme.

Geplante Outcomes

Empfehlungen zur Überarbeitung gängiger Normen und Richtlinien
Durch die Überprüfung bestehender Normen und Richtlinien sowie die Analyse von unterschiedlichen Einflüssen auf den Wärme- und Kältebedarf von Gebäuden werden zentrale Erkenntnisse gewonnen. Auf dieser Basis werden Empfehlungen zur Anpassung und Überarbeitung von Normen, Richtlinien sowie der Genehmigungs- und Auslegungspraxis erarbeitet.

Handlungskarten und Steckbriefe sowie Vorlagen und Muster für zukünftige Energieversorgungskonzepten
Für die zukünftige Planung von Wärme- und Kälteversorgung sind klare Rahmenbedingungen nötig, die eine flexible, effiziente und resiliente Energieversorgung ermöglichen. Dafür werden geeignete Technologien und Versorgungskonzepte entwickelt, unterstützt durch praxisnahe Werkzeuge wie Handlungskarten und Planungssteckbriefe. Ergänzend entstehen standardisierte Vorlagen sowie Übersichtskarten, die Trends aufzeigen und eine einheitliche, nachhaltige Umsetzung im Gebäudesektor fördern.

Deutschlandweite aufbereitete Übersichtskarten zu allen Basisdaten und Projektergebnissen für eine GIS-Onlineplattform
Im Projekt werden deutschlandweite Übersichtskarten zu Basisdaten und Ergebnissen erstellt und über eine GIS-Onlineplattform zugänglich gemacht. Die visualisierten Daten werden durch regionale Handlungsempfehlungen ergänzt und ermöglichen eine fundierte sowie langfristig nutzbare Entscheidungsunterstützung.

Franziska Bockelmann 0531/793893-17
Sven Lips
Lukas Wulkopf

01.06.2026 – 31.05.2029

TU Bergakademie Freiberg (TUBAF)
Professur für Technische Thermodynamik | TU Bergakademie Freiberg



DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH (DBI)
Energieversorgungssysteme - DBI-Gruppe


Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN)
https://www.din.de/de/forschun...


Ass. Partner / Projektbeirat:
Ass. Partner / Projektbeirat

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Förderkennzeichen 03EN1134A

Fokus des siz ist die Ermittlung des Anpassungsbedarfes im Regelwerk sowie die Analyse und Bewertung der Veränderungen bzgl. Wärme- und Kältequellen und baulicher Energiestandards. Die Ausarbeitung zukünftiger Versorgungskonzepte schließt die Bearbeitung. Das siz übernimmt die Projektkoordination und die Leitung des AP 2 (zusammen mit DIN), des AP 5 sowie AP 6.